11. Oktober 2015

FAQ

Was sind Pfadfinder?
Was seid ihr für Pfadfinder?
Wo seid ihr politisch einzuordnen?
Was bedeutet euch das „C“ in CPSaar?
Was unternehmt ihr über das Jahr?
Bei sovielen Aktivitäten, leidet da nicht die Schule?
Tragt ihr Kluft?
Welchen Fahrtenstiel pflegt ihr?
Können bei euch auch Mädchen mitmachen?
Wie alt muss man sein, um Pfadfinder zu werden?

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Was sind Pfadfinder?

Fast alle heute aktiven Pfadfindergruppen beziehen sich auf die von Lord Robert Baden-Powell (in Pfadfinderkreisen meist „Bi-Pi“ genannt), begründete größte Jugend und Friedensbewegung der Welt. 1907 veranstaltete Baden-Powell mit 24 Jungen auf der Insel Brownsea ein Zeltlager, das letztlich den Beginn einer weltumspannenden Pfadfinderbewegung markierte. 1912 heiratete er Olave St. Claire, die ihn in seiner Arbeit unterstützte und Mädchen die Teilnahme an pfadfinderischen Aktivitäten ermöglichte. Das es so schwer ist den Beginn der Pfadfinderbewegung genau zu benennen, liegt nicht zuletzt daran, dass es nicht um eine Organisation geht sondern um eine Idee die durch die Pfadfindergesetze und das Versprechen gekennzeichnet ist. In 175 Ländern der Welt gibt es ca. 24 Millionen Pfadfinder, damit ist die Pfadfinderbewegung die größte Friedens- und Freundschaftsbewegung der Welt. Allein im deutschsprachigen Raum sind über 100 verschiedene Pfadfinderorganisationen bekannt, die alle ihre Eigenheiten haben und doch alle dazugehören.
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Was seid ihr für Pfadfinder?

Der Christliche Pfadfinderbund Saar sieht seine Wurzeln sowohl in der Pfadfinderbewegung als auch in der Tradition der Bündischen Jugend. So sind in unserem Bundesleben neben den pfadfinderischen auch Elemente aus dem Wandervogel oder der Jungenschaft zu finden. Wir sind Mitglied im „Deutschen Pfadfinderverband“ in dem ca. 20.000 Pfadfinder in Deutschland organisiert sind. Außerdem sind wir Mitglied im „Ring junger Bünde“. Der Christliche Pfadfinderbund Saar ist gemeinnützig und von den Behörden nach §9 des Jugendwohlfahrtsgesetzes als förderungswürdig anerkannt.
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Wo seid ihr politisch einzuordnen?

Immer wieder hören wir, dass Menschen die Meinung vertreten: Pfadfinder seien ‚rechts‘. Das ist ein hartnäckiges und ungerechtes Vorurteil. Wir gehören zur größten weltweiten Freundschafts- und Friedensbewegung. Wir sehen uns in der Tradition der bündischen Jugend die unter dem Nationalsozialismus massiv, bis hin zum Tod verfolgt wurde. Daher sagen wir laut nein zu Gruppen die auch nur ansatzweise dem gesellschaftlichen Extremen nahe stehen, oder hier eine indifferente Position beziehen. Eine Mitgliedschaft bei der NPD, den Republikanern, der DVU oder ähnlichen Parteien ist mit unserem Selbstverständnis unvereinbar und führt zwangsläufig zum Ausschluss aus unserer Gemeinschaft. Wir begrüßen das am 31.3.2009 vom Bundesinnenministerium ausgesprochene Verbot der Heimattreuen Deutschen Jugend. Wir distanzieren uns ausdrücklich von Gruppen wie ‚Freibund – Bund Heimattreuer Jugend‘ und empfinden es als Zumutung, wenn diese sich als bündisch bezeichnen.
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Was bedeutet euch das „C“ in CPSaar?

Das „C“ Steht für „Christlich“. Bei uns ist jeder willkommen ob evangelisch, katholisch, freikirchlich, muslimisch oder atheistisch es kommt auf den Menschen und seine Taten an. Wir möchten in unsere Gemeinschaft christliche Werte leben. Wir sind nicht an eine christliche Glaubensgemeinschaft gebunden. Wir arbeiten auf Augenhöhe mit der Evangelischen Kirchengemeinde in Wachtberg zusammen. Wir sind aber sowohl Finanziell als auch rechtlich komplett unabhängig, das ist uns wichtig.
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Warum „Saar“ im Rheinland?

Ursprünglich war unser Stamm im VCP ansaässig. Da wir aber irgendwann Gruppen aus dem CPSaar kennengelernt haben und immer mehr mit diesen Gruppen gemeinsam hatten als mit den Gruppen aus dem VCP, haben wir uns irgendwann dazu entschlossen in den CPSaar zu wechseln. Uns ist es wichtiger, dass wir mit den anderen Gruppen aus unserem Bund etwas gemeinsam haben als die Herkunft.
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Was unternehmt ihr über das Jahr?

Unser Leben findet nicht nur bei unseren Heimabenden sondern vor allem auf Fahrt statt. Fahrt nennen wir es wenn wir für ein Wochenende oder gar Mehrere Wochen auf uns gestellt Wandern, Klettern, Singen, fremde Länder erkunden, Höhlen erforschen, Schwimmen, Flüsse befahren mit Kanu oder Floß. Zusammen mit Freunden aus anderen Pfadfinderbünden haben wir sogar ein eigenes Piratenschiff, die „Falado“ mit der wir auf Erkundungsfahrten in Nord- Ostsee und im Mittelmehr unterwegs sind. So ist es bei uns normal, alle 4 bis 8 Wochen auf Fahrt zu sein. Wenn wir uns dann einmal von alle dem erholen wollen haben wir eine kleine Berghütte wo wir am Kamin neue Pläne schmieden können.
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Bei sovielen Aktivitäten, leidet da nicht die Schule?

Das hören wir oft von Eltern! Aber wir wollen gemeinsam unsere Ziele erreichen, und daran wachsen alle! Es ist ein guter Ausgleich zum Lernen in der Schule oder besser eine Ideale Ergänzung! Wir nutzen Sinnfrei erworbenes Schulwissen aus Biologie, Mathematik, Physik … für praktische Lösungen. Damit geben wir dem Schulwissen greifbaren Sinn. Das unterstützt Lernen enorm. Wir leben Gemeinschaft und lernen uns zu respektieren. Unsere Jungen und Mädchen übernehmen Verantwortung für sich und mit spätestens 16 auch für eine kleine Gruppe. Sie lernen zu organisieren und beharrlich Ziele zu erreichen. Auf Fahrt muss unvorhergesehenes bewältigt werden, das formt uns zu Problemlösern. Und alles in Selbstvertrauen und wie der Pfadfinder sagt „mit einem Lied auf den Lippen“. Das sind die berühmten „soft skills“ der Wirtschaft! Die erlernt man nur in seiner Jugend und gerade da muss die modern Schule ergänzt werden.
Der erste Mensch auf dem Mond war ein Pfadfinder! Und das ist kein Zufall!
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Tragt ihr Kluft?

Ja wir sind einer der Pfadfinderbünde die nicht alles was Baden Powel unser Gründer an Ideen hatte einfach über Bord werfen. Wir haben uns bewusst für Kluft entschieden. Wobei diese nicht mehr wie früher über und über mit Abzeichen bedeckt ist. Unsere Kluft ist für uns ein Zeichen nach Außen und Innen, sie ist funktional und einfach. Kluft tragen heißt auch nach außen für unsere Sache Farbe bekennen. Wir stehen zu unseren Ideen, Zielen und zu unserem Weg. Bei uns besteht die Kluft aus einem blauen Fahrtenhemd und einer Lederhose. Auf dem Hemd tragen wir das Stammeswappen und ein Sippenzeichen (wenn die Sippe eines hat). Wer sich in der Gemeinschaft bewährt hat bekommt unser Halstuch (weinrot mit grauem Rand) verliehen. Wer das Pfadfinderversprechen abgelegt hat trägt auf dem Herzen unsere Pfadfinderlilie. Einige der Mädchen tragen auch einen weinroten Rock mit grauem Streifen.
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Welchen Fahrtenstiel pflegt ihr?

Um in die Natur zu gehen gibt es viele Wege. Und eine Menge Ausrüstung aus den Entwicklungsabteilungen der „Outdoor“ Industrie. Wir bleiben da beim Altbewährten. Lederhose, Lodenstoff Juja und robuste Baumwolle anstatt Nylonunterwäsche, Goretex Jacke … Diese modernen Materialien sind für unsere Art zu Wandern und in der Natur zu leben vollkommen ungeeignet. Bei uns gibt es schon mal einen Funken vom Lagerfeuer der auf unserem Klamotten landet. Wer will da schon in Flammen stehen oder gar eine 300€ teure Jacke ruinieren. Auch bei unserer Ausrüstung verzichten wir bewusst auf Plastikunterlegematten und Plastikrucksäcke. Dafür ist unser Affe klein und leicht. Es passt natürlich nicht viel hinein, aber wir brauchen auch nicht viel mehr als ein bisschen Essen, ein paar Wechselklamotten, Messer, Gitarre, Feuer und eine Kohtenplane.
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Können bei euch auch Mädchen mitmachen?

In unseren Bund gibt es sowohl Mädchen als auch Jungen. Das Gruppenleben findet bei uns aber nicht in gemischten Gruppen statt. Wir haben festgestellt das Mädchen und Jungen im gleichen Alter doch häufig unterschiedliche Interessen haben und die soll jeder verwirklichen können. Auf unseren Lagern verbringen wir natürlich gemeinsam eine schöne Zeit wo Jungen und Mädchen zusammen sind. Die Wölflingshorte bildet eine Ausnahme hier sind Jungen und Mädchen gemischt.
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Wie alt muss man sein, um Pfadfinder zu werden?

Grundsätzlich gibt es keine Altersgrenzen. Einen Affen (Rucksack) solltest du tragen können. Wir haben derzeit Sippen ab einem alter von 8 Jahren. In unserer Älterrenschaft die Bundesweit ist sind alle Altersgruppen vertreten. Da wir uns als Lebensbund verstehen gibt es keine Altersgrenze nach oben.
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